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Nudeln

Wer hat's erfunden?
Die Schweizer waren's schonmal nicht. Man nimmt an, dass Nudeln an mehreren Orten der Welt unabhängig voneinander erfunden wurden. Die frühesten Belege stammen aus Ostasien. Hier sollen bereits vor 4000 Jahren Nudeln gegessen worden sein. Aber auch im europäischen Raum gibt es historische Belege für die Nudelherstellung: Sowohl in der griechischen Antike, als auch in etruskischen Gräbern fand man Abbildungen von Geräten zur Nudelherstellung. Die These, dass Marco Polo die Nudel als erstes aus China mitgebracht hat, erscheint somit unwahrscheinlich. Die unklärbare Herkunft beweißt aber vor allem eins: Nudeln sind verdammt lecker.

Die perfekte Nudel
Selbstgemacht schmeckt's natürlich am besten. Doch auch gekaufte Nudeln sind von einer anständigen Qualität. Hierbei gilt, wie bei allem anderen auch, dass man nicht die billigsten Nudeln kaufen sollte. Ein Kriterium ist die Homogenität: Sollten sich in den Nudeln schwarze oder auch weiße Pünktchen befinden, weist dies auf eine unzureichende Herstellungs- beziehungsweise Zutatenqualität oder gar Verunreinigungen hin. Weiteres Kriterium ist die Qualität des verwendeten Weizens. Je besser der Weizen, desto niedriger der Kleberanteil. Das bedeutet, dass die Nudeln weniger zusammenkleben und dass der "al dente"-Garpunkt leichter erreicht werden kann.

Nudeln perfekt zu kochen ist ebenfalls nicht so einfach. Beachten Sie folgendes: Nudeln immer in sprudelndem Wasser kochen und je 500 Gramm Nudeln einen Esslöffel Salz in das Wasser geben. Ob Sie das Salz in das kalte oder bereits kochende Wasser geben, macht vom Siedepunkt des Wasser keinen nennenswerten Unterschied. Dennoch empfehlen wir, das Salz in kochendes Wasser zu geben, da es sich so besser auflöst. Ganz wichtig ist es, die Nudeln regelmäßig umzurühren, um gleichmäßiges Garen zu gewährleisten. Wie lange die Nudel kochen muss, ist von so vielen Faktoren abhängig, dass hier nur eines hilft: probieren, probieren und nochmal probieren. Zwischen "genau richtig" und "vollkommen verkocht" ist oft nur ein schmaler Grat. Die Nudeln abzuschrecken ist eine, hauptsächlich deutsche, Unart, die immer noch weit verbreitet ist. Wenn Sie die Nudeln abschrecken, wird der durch das Kochen gebildete Stärkemantel von der Nudel gewaschen. Dieser Stärkemantel sorgt allerdings dafür, dass die Sauce an der Nudel haftet. Eine weitere wichtige Regel der Nudelzubereitung ist, dass die Sauce immer vor den Nudeln fertig sein sollte. Die Sauce kann im Zweifel auf die Nudeln warten und leicht vor sich hin köcheln, umgekehrt wird das ein matschiges Erlebnis.

A propos: Es gibt über 600 verschiedene Nudelsorten. Circa 50 davon sind allgemein gebräuchlich. Man sagt, je dicker die Sauce, desto breiter sollte die Nudel sein. Welche Nudelsorte Sie schlussendlich wählen, hängt aber hauptsächlich von Ihrem Geschmack und Ihrer persönlichen Vorliebe ab.

Nudeln selbermachen
Nudeln selberzumachen ist eine Wissenschaft für sich. Eine komplette Abhandlung würde hier den Rahmen sprengen, dennoch möchten wir Ihnen ein paar Tipps mit auf den Weg geben. Wenn Sie es einmal ausprobieren möchten und keine Nudelmaschine zum Ausrollen besitzen, empfehlen wir Ihnen, einen Nudelteig aus Ei, Mehl und Öl zuzubereiten. Dieser ist geschmeidiger als reiner Hartweizengrieß-Teig und lässt sich einfacher per Nudelholz ausrollen. Dabei muss der Teig wirklich dünn ausgerollt werden, am besten so dünn, dass Sie Ihre Ausrollunterlage durch den Teig schimmern sehen können. Falls Sie etwas tiefer in die Materie einsteigen wollen, empfehlen wir die Anschaffung einer Nudelmaschine. Diese sind im Handel erhältlich und kosten, je nach größe und Ausstattung, zwischen 50 und 150 Euro. Am oberen Ende dieser Preisspanne erhalten Sie wirklich tolle Maschinen, mit verschiedenen Aufsätzen bis hin zum Ravioli-Aufsatz.

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Ihr Team von Gari-Baldi - Die Feinschmecker